04 Apr

Abschlussveranstaltung des bundeslandübergreifenden Projekts zur Fachkräftesicherung

Am 24. März 2022 fand die Abschlussveranstaltung des länderübergreifenden Strategieprozesses zur bedarfsgerechten Arbeits- und Fachkräftesicherung statt. Über 30 Teilnehmer folgten der Einladung der Lokalen Aktionsgruppen Lahn-Taunus und Limburg-Weilburg in die Räumlichkeiten der Lebenshilfe Limburg Diez.

„Wenn wir es schaffen, dass die Menschen hier in unseren Regionen bleiben, oder in unsere Region kommen, dann haben wir nicht nur für die Fachkräfte etwas getan, sondern auch für uns als Region. Mit LEADER haben wir gute Möglichkeiten, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, so wurde die Veranstaltung eröffnet durch Silvia Scheu-Menzer, Vertreterin der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Limburg-Weilburg und Bürgermeisterin der Gemeinde Hühnfelden.

Initiiert durch eine Kooperationsvereinbarung der Lokalen Aktionsgruppen Lahn-Taunus und Limburg-Weilburg startete im Oktober 2019 ein länderübergreifender Strategieprozess zur bedarfsgerechten Arbeits- und Fachkräftesicherung. In diesem Prozess tauschten sich Institutionen, Unternehmen und lokale Akteure aus Hessen und aus Rheinland-Pfalz in vier thematischen Arbeitsgruppen zu verschiedenen Ansätzen der Fachkräftesicherung aus und entwickelten gemeinsamen Lösungen, die nun präsentiert wurden.

Sabine Ksoll (Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Diez) und Lars Wittmaack (Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Limburg-Weilburg-Diez) resümierten kurzweilig den Prozess der Maßnahmenentwicklung. Eine der entwickelten Maßnahmen ist die neue Informationsplattform für die Region mit allen wichtigen Verlinkungen zum Beispiel zu Jobbörsen, Veranstaltungsseiten oder Immobilienplattformen. Tanja Steeg von der Wirtschaftsförderung Rhein-Lahn gab einen kurzen Einblick in diese Plattform, deren Ziel es ist, für potenzielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer alle wichtigen Informationen zu bündeln. Für Unternehmen wurde die Maßnahme „Förderangebot-Lotsen“ entwickelt, die eine Unterseite zu den Webseiten der Wirtschaftsförderungsgesellschaften ist und Hinweise zu Fördermöglichkeiten bietet.

Julia Haag von der Agentur für Arbeit Lahnstein/Diez präsentierte ein neues Austauschformat zu Aus- und Weiterbildungsbedarfen. Im Vorfeld zu den jährlichen Bildungszielplanungen möchte die Agentur für Arbeit mit den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern der Region ins Gespräch zu kommen. In einer Art Speed-Dating gibt es zunächst einen Austausch zwischen Arbeitgebern und Bildungsträgern zu Qualifizierungsbedarfen einerseits und dem Angebot andererseits. An diesem Punkt können bereits erste Anregungen zu Angebotserweiterungen aufgenommen werden. Im zweiten Schritt folgt der Austausch zwischen Unternehmen und den Arbeitsagenturen und Jobcentern, die wiederum Anregungen für ihre Beratung von Arbeitssuchenden hinsichtlich gefragter Qualifizierungen sowie für ihre Bildungszielplanungen aufnehmen. Das erste Speed-Dating ist bereits für Mai 2022 geplant.

Ein Projekt, welches im Laufe des Prozesses neu hinzugekommen war, ist das sogenannte „Leuchtturm“-Projekt. Initiator Marcus Glinka von der Schaefer Kalk GmbH & Co. KG stellte das Projekt vor: „Wir haben im Unternehmen sehr interessante Ausbildungsberufe, die niemand kennt. Deshalb bekommen wir auch kaum Bewerbungen für solche Nischenberufe. Das möchten wir gerne ändern“. Ziel des Projekts ist die Umsetzung einer Kampagne zur Erhöhung der Sichtbarkeit von weniger bekannten Ausbildungsberufen mittels vielseitig einsetzbarer Videoclips. Nach einer ersten Kostenkalkulation wurde schnell festgestellt, dass die Finanzierung ein großes Hindernis darstellt. Abhilfe kam von Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Lahn, die die Projektidee aufgriff und an ein dort bestehendes Projekt andockte. Ein erster Pilotclip soll im Laufe dieses Jahres entstehen.

Claudia Maisner von der Handwerkskammer Koblenz stellte ihr Projekt zur Betriebsnachfolge vor. Da in den nächsten Jahren für sehr viele Betriebe im Kammerbezirk die Übergabe des Unternehmens ansteht, ist hier dringender Beratungsbedarf gesehen worden. Daher hat die HWK Koblenz im vergangenen Jahr intensiv an digitalen Wergzeugen wie z.B. der digitalen Nachfolgewerkstatt gearbeitet, in der Übergabe- sowie Übernahmefahrpläne individuell und digital erstellt werden können. Ein weiterer Baustein ist eine Matching-Plattform mit anonymer Datenbank, um Unternehmerinnen und Unternehmer mit potenziellen Nachfolgerinnen und Nachfolgern zusammenzubringen.

Begleitet wurde der gesamte Strategieprozess vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt. Das Institut erarbeitete die Fachkräftestrategie für den Wirtschaftsraum sowie einen umfangreichen Initiativen-Katalog, der viele bereits bestehende Initiativen zur Fachkräftesicherung in der Region auflistet. Dr. Christa Larsen, Leiterin des IWAK, fasste zum Ende der Veranstaltung mit einem Blick von außen die Erfolge sowie Hindernisse während des Prozesses zusammen: „Ich bin beeindruckt, was an Maßnahmen entwickelt wurde und wie der Prozess mit Leben gefüllt wurde. Mit einem Blick von außen kann man schon sagen: hier wurde ein erfolgreicher Weg eingeschlagen, den es nun mit vereinten Kräften fortzusetzen gilt“, schlussfolgerte Dr. Christa Larsen.

Die Lokalen Aktionsgruppen Lahn-Taunus und Limburg-Weilburg bewerben sich aktuell zur erneuten Anerkennung als LEADER-Region für die Förderperiode 2023-2029. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur weiteren länderübergreifenden Zusammenarbeit wurde der Grundstein zur Fortführung des Prozesses gelegt.

Zum Abschluss der Veranstaltung bekräftigte Michael Schnatz als Vertreter der LAG Lahn-Taunus und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez erneut die Wichtigkeit der länderübergreifenden Zusammenarbeit für die Region: „Ich danke den Mitgliedern der Arbeitsgruppen für ihre bisherige, fruchtbare Arbeit. Das Thema Fachkräfte kann man nur gemeinsam angehen, und das haben wir getan. Es hat sich schnell im Projekt ein „Wir-Gefühl“ entwickelt und dieses hat bei allen Akteuren sowohl Motivation als auch Identität geschaffen. Ich freue mich auf die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit!“

16 Feb

Die Region Limburg-Weilburg bewirbt sich um neue Fördergelder für den ländlichen Raum

 Durch die Anerkennung als LEADER-Förderregion Limburg-Weilburg wurden in den letzten Jahren viele Projekte mit Hilfe von Fördermitteln von EU, Bund und Land im ländlichen Raum umgesetzt. So wurden beispielsweise die Kleine Kelterei in Mensfelden, das Regionenmarketing Goldener Grund, die Ausbildungsmesse DO IT! und der Brunnenplatz in Merenberg gefördert.

Im Zeitraum der letzten Förderperiode von 2014 bis 2021 konnten insgesamt 35 private sowie kommunale Projekte mit einer Fördersumme von 3,4 Millionen € gefördert werden. Über das sogenannte Regionalbudget konnten insbesondere kleinere Projekte von Vereinen und Ehrenamtlichen gefördert werden. Alleine hier wurden Fördermittel in Höhe von insgesamt 133.000,- Euro € für die Region gewonnen werden. Die Entwicklung der Region Limburg-Weilburg konnte durch LEADER wesentlich vorangebracht werden

Nun möchte der Verein Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V., dem die Durchführung und Umsetzung obliegt, die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und bewirbt sich für eine neue LEADER-Förderperiode im Zeitraum 2023 bis 2027. Voraussetzung für diese Bewerbung ist die Erstellung einer umfangreichen Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) für die Region. Gemeinsam mit Bürger*innen, Institutionen und Organisationen aus der Region soll die LES mit Unterstützung der beauftragten Agentur 360smart bis Ende Mai 2022 entwickelt werden.

Ziel der EU ist es mit dem LEADER-Förderprogramm gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, im Wesentlichen für das Leben in der ländlichen Region. Und so wird der erste Schritt zur Erstellung der LES eine Online-Umfrage mit Laufzeit bis Mitte März 2022 sein um Bürger*innen zur Entwicklung der Region und der Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse befragen zu können. In acht Workshops sollen anschließend die Handlungsfelder Daseinsvorsorge, wirtschaftliche Entwicklung, Bioökonomie sowie Naherholung und Landtourismus diskutiert und bearbeitet werden. Dafür werden je Handlungsfeld zwei Workshops durchgeführt, mit dem Ziel Defizite zu erkennen und erste Projektideen zu entwickeln.

Die Termine der Workshops werden auf der Webseite des Vereins Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V. unter www.regionalentwicklung-limburg-weilburg.de/workshops, deren Facebook-Auftritt, sowie in der lokalen Presse und den Gemeindeblättern bekanntgegeben. Der Verein Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V. freut sich auf eine rege Beteiligung durch Bürger*innen, Vereine, Institutionen und Unternehmen.

Weitere Infos:
Pressemitteilung LES-Bewerbung und Zusammenfassung Förderperiode 2014-2020

12 Jan

Förderaufruf Regionalbudget 2022

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V. bietet auch im Jahr 2022 eine finanzielle Unterstützung für kleinere Projekte im Rahmen des sogenannten Regionalbudgets an.

Das Regionalbudget ist ein Angebot von Bund und Land Hessen zur Unterstützung von Kleinprojekten im ländlichen Raum, die ausgewählten Entwicklungszielen des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) dienen.

Insbesondere folgende Handlungs- und Themenfelder möchte die LAG in diesem Jahr unterstützen:

  • Vorhaben von Vereinen und Kulturinitiativen
  • Bürgerschaftliches Engagement / Ehrenamt
  • Vorhaben aus dem Handlungsfeld Tourismus, Kultur und regionale Identität
  • Verbesserung der Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum

Ein Antrag auf Förderung können Vereine, öffentliche nicht-kommunale Träger und Kommunen sowie natürliche Personen und Personengesellschaften stellen.

Bis 15. Februar 2022 können alle Interessierten Ihre vollständigen Unterlagen bei der Lokale Aktionsgruppe (LAG) Limburg-Weilburg einreichen.

Details zur Förderung und zum genauen Ablauf können hier abgerufen werden:
Förderaufruf Regionalbudget 2022

Formular für das Einreichen einer Projektskizze:
Projektskizze Regionalbudget 2022

23 Jun

Aktuelles zum LEADER Kooperationsprojekt Fachkräftestrategie

Das Kooperationsprojekt geht mit vielen Ideen für Maßnahmen rund um das Thema Fachkräftesicherung nunmehr in die Endphase. Seit dem Projektauftakt im Oktober 2019 haben sich Institutionen, Unternehmen und lokale Akteure länderübergreifend in vier Arbeitsgruppen engagiert eingebracht und viele Ansätze zur Fachkräftesicherung in der Region entwickelt. Darunter finden sich konkrete Umsetzungsvorschläge für eine Großveranstaltung zur Berufsorientierung im Wirtschaftsraum, eine Kampagne für Studienzweifler, eine Informationsveranstaltung zu ausbildungsintegrierten Studienangeboten, eine Plattform zur regionalen Bindung,  ein „Förderangebot-Lotse“ als unternehmerorientierte Plattform zu Fördermöglichkeiten, die Verbesserung des Informationsflusses zu Förderinstrumenten, die bedarfsgerechte Entwicklung von Weiterbildungsangeboten, das Leuchtturmprojekt „Ausbildungsberufe“ – unbekannte Ausbildungsberufe bekannter machen sowie den Themen Betriebsnachfolgen und attraktive Arbeitgeber.

Alle Beteiligten arbeiten nun auf die Abschlusskonferenz der Arbeitsgruppen hin, mit dem Ziel einzelne Maßnahmen in der noch verbleibenden Zeit umzusetzen oder zur Förderantragsreife für die nächste LEADER Förderperiode auf den Weg zu bringen. Parallel dazu entsteht ein umfassender Initiativenkatalog für den Wirtschaftsraum. In einer öffentlichen Abschlussveranstaltung sollen letztlich die Ergebnisse und die Fachkräftestrategie vorgestellt werden.

 Weitere Informationen zum Kooperationsprojekt finden Sie hier

 

28 Mai

Neue Arbeitsformen – Chance für die ländlichen Räume

Umweltministerin Priska Hinz und Sozialminister Kai Klose diskutierten heute gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Arbeitswelt, Wissenschaft sowie Kommunen über neue Arbeitsformen als Zukunfts modell für die ländlichen Räume.

 „Mobiles Arbeiten, Homeoffice und Co-Working bieten neue Perspektiven für ein Leben auf dem Land: Wer zuhause arbeitet, kann häufig Familie und Beruf besser miteinander vereinen und wer weniger pendelt, trägt zum Klimaschutz bei. Wir wollen, dass unsere Dörfer keine Schlafdörfer sind, aus denen morgens Autokolonnen in die Städte fahren, sondern wir wollen einen lebendigen ländlichen Raum stärken, wo Menschen einkaufen können, es Treffpunkte im Ort gibt und für Unternehmen eine Zukunft. Mobiles Arbeiten trägt dazu bei und macht auch den ländlichen Raum attraktiver für junge Menschen“, sagte Hessens Umweltministerin Priska Hinz heute bei der digitalen Konferenz zu neuen Arbeitsformen in den ländlichen Räumen. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose betonte im Rahmen seines Impulsvortrags, dass die unter Corona-Bedingungen oft improvisierten Lösungen jetzt konkret gestaltet und verbindlich geklärt werden müssten: „Die Frage, wie mobile Arbeit gut – das heißt, gesund, effektiv und menschengerecht – gestaltet werden kann, ist zukunftsweisend. Denn im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt wird es darauf ankommen, auch an diesen neuen Arbeitsplätzen ein gutes Niveau des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für die Beschäftigten sicherzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass psychische und physische Belastungen auch bei mobiler Arbeit im Homeoffice vermieden werden.“ Das ortsflexible Arbeiten eröffne attraktive Möglichkeiten, bringe aber auch viele Herausforderungen mit sich, so Klose weiter.

Die Konferenz ist Teil des Dialogprozesses, den die Landesregierung im Rahmen des Aktionsplans „Starkes Land – gutes Leben“ angestoßen hat. Ziel ist es, mit Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden, Vereinen, Unternehmen, Kommunalpolitikerinnen und -politikern in den Austausch zu treten, Informationen weiterzugeben und Anregungen für Neues aufzunehmen, um so die ländlichen Räume zu stärken.

Wie die Konferenz anschaulich zeigte, gibt es neben Home-Office und Firmenbüros auf dem Land weitere Arbeitsmodelle, wie zum Beispiel Coworking-Spaces. „Ich halte es für sinnvoll, wenn Unternehmen und Gemeinden sich über diese verschiedenen Möglichkeiten austauschen und innovative Angebote schaffen. Arbeitgeber können damit die Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhöhen und Neue gewinnen, da weite Arbeitswege entfallen. Die Kommune kann die Attraktivität ihres Dorfes steigern, denn neue Arbeitsorte im Ort sind häufig nicht nur Arbeitsplätze: Es kommt ein Café oder ein Kulturtreffpunkt hinzu, häufig werden dafür alte leerstehende Häuser saniert. Projekte von Kommunen können wir mit Fördermitteln aus der Regionalentwicklung finanziell unterstützen“, erklärte Ministerin Hinz.

Susanne Dähner vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung bestätigte, dass innovative Arbeitsformen zu einer neuen Wertschöpfung in den ländlichen Räumen führen können und empfahl Kommunen und Verwaltungen, Neues auszuprobieren und zum Beispiel zunächst mit temporärer Angebote für mobiles Arbeiten zu beginnen. Jonathan Linker, Gründer der Inititative HOMEberger, berichtete von seinen Erfahrungen mit Coworking-Spaces, dass diese Quelle täglicher Kreativität sein können und das soziale Miteinander die Arbeitszufriedenheit erhöhen. In der anschließenden Diskussion, an der auch Marion Frohnapfel, Bürgermeisterin der Gemeinde Nüsttal und als Arbeitgebervertreter Karim Ben Sliman von der R+V Allgemeine Versicherung AG teilnahmen, sprachen sich alle dafür aus, die Erfahrungen der vergangenen Monate zu nutzen, um die Vision einer neuen Arbeitswelt zu konkretisieren. „Derzeit arbeiten sehr viele Menschen im Homeoffice. Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen erkennen viele Vorteile, aber auch Nachteile. Wir wollen aus diesen Erfahrungen lernen und gemeinsam Möglichkeiten erarbeiten, damit mobiles Arbeiten für alle ein Gewinn ist: Für Beschäftige, die Unternehmen, die ländlichen Gemeinden und die Umwelt. Heute war der Auftakt dafür und wir werden im Rahmen von verschiedenen Workshops mit Kommunen, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft in den kommenden Monaten weiterarbeiten“, erklärte Hinz.

Herr Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel stellte passend dazu die Ist-Situation des Homeoffice in Hessen auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse dar und beleuchtete einige zentrale Ansatzpunkte für eine zukünftige, gute Ausgestaltung von Arbeit im Homeoffice. Claudia Flake vom Fachzentrum für systemischen Arbeitsschutz beim Regierungspräsidium Gießen konkretisierte zunächst, welche Belastungen und Ressourcen sich am heimischen Arbeitsplatz ergeben können. Anschließend illustrierte sie an Beispielen aus der Tätigkeit der hessischen Arbeitsschutzbehörde, welche Fragen, aber auch welche best practice Beispiele es in hessischen Betrieben aktuell gibt. Die Perspektive von Frauen im Homeoffice wurde von Judith Kolbe in ihrer Funktion als Fachdienstleitung des Büros für Frauen und Chancengleichheit des Kreises Groß-Gerau aufgegriffen. Sie wies – für die Situation der Corona-Pandemie – auf die besonders hohe Belastung Alleinerziehender hin und unterstrich, dass die Inanspruchnahme von Homeoffice nicht dazu führen darf, tradierte Rollen und Familienpflichten zu verfestigen.

Weiter Informationen finden Sie unter www.land-hat-zukunft.de

 

30 Apr

LAND UNTERSTÜTZT BEI DISKUSSIONSPROZESSEN IN DORFGEMEINSCHAFTEN

Das Förderprogramm Dorfmoderation gibt den Kommunen im ländlichen Raum die Möglichkeit, die verschiedenen Bereiche des dörflichen Lebens gezielt nach möglichen Verbesserungen unter die Lupe zu nehmen. Besonders wichtig ist hierbei der Blick der Bürgerinnen und Bürger auf ihr Dorf, denn sie wissen am besten, was vor Ort benötigt wird. Gemeinsam mit ihnen sollen ortsspezifische Herausforderungen erkannt und zukunftsorientierte Lösungen entwickelt werden.

Eine professionelle Moderation von Diskussionsprozessen und externe Beratung kann den Gemeinden dabei helfen, für ihre Herausforderungen sachgerechte Lösungsansätze zu entwickeln und gleichzeitig die Dorfgemeinschaft zu stärken.

Thematisch ist das Programm breit aufgestellt und bietet den Kommunen viel Spielraum – von der Einrichtung „Runder Tische“ zur Zukunftsfähigkeit der Kommune über die Erarbeitung von kleinen und großen Strategien bis hin zur Aufarbeitung konkreter Fragestellungen zu Versorgung, Integration, Mobilität oder Ehrenamt. So können zum Beispiel Angebote für junge Familien und auch für die zunehmend wachsende ältere Bevölkerung entwickelt und Ideen für soziale Treffpunkte im Ort entstehen. Weiterlesen

09 Mrz

Förderung von Ladeinfrastruktur 2021/2022

Das hessische Förderangebot für den Aufbau von Ladeinfrastruktur geht in die nächste Runde: Das Hessische Wirtschaftsministerium stellt Unternehmen und Kommunen rund 7 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.
Hessen forciert die Umstellung auf die Elektromobilität. Ein wesentliches Hindernis stellt dabei die noch unzureichende Ladeinfrastruktur dar. Für Nutzer und Nutzerinnen von Elektrofahrzeugen ist das Laden am Arbeitsplatz und an öffentlich zugänglichen Parkplätzen attraktiv, weil sie nicht alle zu Hause über eine entsprechende Ladeinfrastruktur verfügen. Daher erfolgt nun ein Förderaufruf zum Arbeitgeberladen, erweitert um bedarfsgerechte Anwendungsfälle im öffentlichen Raum.  Antragsberechtigt sind alle Unternehmen und Organisationen mit Sitz oder Betriebstätte in Hessen, sonstige juristische Personen, die in Hessen Mitarbeiterparkplätze oder öffentlich zugängliche Parkplätze unterhalten oder öffentlich zugängliche Flächen für Ladeinfrastruktur entwickeln, sowie Kommunen und kommunale Unternehmen mit einem attraktiven Ladeinfrastruktur-Konzept.

Art und Umfang der Förderung

Die Zuwendung erfolgt als anteiliger Zuschuss von bis zu 40 % der Investitionskosten. Es können sowohl Normal- als auch Schnelladesäulen und Wallboxen auf dem eigenen Betriebsgelände sowie an besonders frequentierten Orten im öffentlichen Raum errichtet werden. Neben der Ladeinfrastruktur sind auch Erdarbeiten und die notwendigen Planungsleistungen für den elektrischen Anschluss und die Installation förderfähig. Hierfür beträgt die Fördersumme höchstens 10.000 Euro pro Ladestandort. Die Höhe der Gesamtausgaben für ein Vorhaben muss mindestens 10.000 Euro und kann maximal 300.000 Euro betragen.
Das Förderangebot wird von der Hessen Agentur im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums als Projektträger betreut. Das Antragsverfahren ist einstufig. Die Einreichfrist endet am 30.04.2021. Es gilt das Eingangsdatum Ihrer postalischen Zusendung. Die Förderung endet spätestens am 31.10.2022. Bis zu diesem Zeitpunkt können projektbezogene Ausgaben anerkannt werden und die Ladeinfrastruktur muss in Betrieb genommen worden sein. Zur Antragstellung nutzen Sie bitte das Förderportal der Innovationsförderung Hessen.

09 Mrz

Hessische Demografie-Preis 2021

Gehören Sie zu den Menschen mit Ideen und Tatkraft? Leben Sie gerne auf dem Land und wollen, dass Ihr Ort auch in Zukunft lebenswert bleibt? Demografischer Wandel ist für Sie kein Schreckgespenst, sondern ein Ansporn?
Dann suchen wir Sie.

Bewerben Sie sich mit ihrem Projekt um den Hessischen Demografie-Preis 2021. Es ist ganz einfach: Im Internet steht ein Bewerbungsbogen bereit, und sollten Sie Rückfragen haben, wir helfen gerne.
Wenn aufgrund der Einschränkungen durch Corona Ihr Projekt im vergangenen und auch in diesem Jahr nicht wie geplant fortgeführt oder weiterentwickelt werden kann, stellt dies kein Ausschlusskriterium dar. Entscheidend ist, dass es vor der Pandemie bereits etabliert war und auch danach mit neuem Schwung vorangetrieben werden wird. Oder kennen Sie jemanden mit einem guten Projekt – dann leiten Sie diese Mail bitte weiter, damit auch derjenige eine Chance erhält, sich um den Hessischen Demografie-Preis zu bewerben.
Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 18. März 2021.

Mit dem Hessischen Demografie-Preis zeichnet die Hessische Staatskanzlei Projekte und Initiativen aus, die mit Phantasie und Mut die Herausforderungen unserer Zeit annehmen und anderen ein gutes Beispiel geben. Wie schon im vergangenen Jahr steht der ländliche Raum im Mittelpunkt. Das Preisgeld beträgt insgesamt 24.000 Euro.
Weitere Informationen und den Online-Bewerbungsbogen finden Sie hier: https://staatskanzlei.hessen.de/initiativen/demografie/auslobung-demografie-preis-2021

09 Mrz

Digitalisierungs-Schub für Hessens Gasthöfe

„Digitale Anwendungen und Angebote sind auch für die Gastronomie wichtig. Zum einen können Restaurants und Hotels auf ansprechenden Internetauftritten Gäste werben, und mit der Möglichkeit von Online-Buchungen erfüllen sie die Wünsche vieler Kundinnen und Kunden. Zum anderen tragen digitale Lösungen dazu bei, Arbeitsabläufe im Betrieb effizienter und kostengünstiger zu organisieren. Gerade für die Gastronomie im ländlichen Raum, vom klassischen Dorfgasthaus bis hin zum Restaurant im Kurhotel, ist die Digitalisierung entscheidend, um langfristig bestehen zu können. Wir wollen diese Gaststätten erhalten, denn sie tragen zu einem lebendigen ländlichem Raum bei. Sie sind Treffpunkte für die Einheimischen und locken gleichzeitig Besucherinnen und Besucher an. Aus diesem Grund hat die Landesregierung im Corona-Sondervermögen 2,5 Millionen Euro für die Beratung von Gastgewerben bei ihrer Digitalisierung bereit“, sagte Umweltministerin Priska Hinz. Weiterlesen

02 Feb

Aktuelle Zwischeninformation zum Regionalbudget 2021

Auch in diesem Jahr soll laut dem zuständigen Ministerium wieder ein „Regionalbudget“ für die Region Limburg-Weilburg zur Verfügung stehen. Verbindliche Aussagen zur möglichen Höhe des Budgets können vermutlich erst in der zweiten Februarhälfte getroffen werden. Wir gehen momentan davon aus, einen Betrag in Höhe von rd. 30.000,00 bis 50.000,00 € zur Verfügung gestellt zu bekommen. Weitere Informationen erhalten potentielle Antragsteller bei ihrer Gemeinde oder auf dieser Internetseite.