23 Jun

Aktuelles zum LEADER Kooperationsprojekt Fachkräftestrategie

Das Kooperationsprojekt geht mit vielen Ideen für Maßnahmen rund um das Thema Fachkräftesicherung nunmehr in die Endphase. Seit dem Projektauftakt im Oktober 2019 haben sich Institutionen, Unternehmen und lokale Akteure länderübergreifend in vier Arbeitsgruppen engagiert eingebracht und viele Ansätze zur Fachkräftesicherung in der Region entwickelt. Darunter finden sich konkrete Umsetzungsvorschläge für eine Großveranstaltung zur Berufsorientierung im Wirtschaftsraum, eine Kampagne für Studienzweifler, eine Informationsveranstaltung zu ausbildungsintegrierten Studienangeboten, eine Plattform zur regionalen Bindung,  ein „Förderangebot-Lotse“ als unternehmerorientierte Plattform zu Fördermöglichkeiten, die Verbesserung des Informationsflusses zu Förderinstrumenten, die bedarfsgerechte Entwicklung von Weiterbildungsangeboten, das Leuchtturmprojekt „Ausbildungsberufe“ – unbekannte Ausbildungsberufe bekannter machen sowie den Themen Betriebsnachfolgen und attraktive Arbeitgeber.

Alle Beteiligten arbeiten nun auf die Abschlusskonferenz der Arbeitsgruppen hin, mit dem Ziel einzelne Maßnahmen in der noch verbleibenden Zeit umzusetzen oder zur Förderantragsreife für die nächste LEADER Förderperiode auf den Weg zu bringen. Parallel dazu entsteht ein umfassender Initiativenkatalog für den Wirtschaftsraum. In einer öffentlichen Abschlussveranstaltung sollen letztlich die Ergebnisse und die Fachkräftestrategie vorgestellt werden.

 Weitere Informationen zum Kooperationsprojekt finden Sie hier

 

28 Mai

Neue Arbeitsformen – Chance für die ländlichen Räume

Umweltministerin Priska Hinz und Sozialminister Kai Klose diskutierten heute gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Arbeitswelt, Wissenschaft sowie Kommunen über neue Arbeitsformen als Zukunfts modell für die ländlichen Räume.

 „Mobiles Arbeiten, Homeoffice und Co-Working bieten neue Perspektiven für ein Leben auf dem Land: Wer zuhause arbeitet, kann häufig Familie und Beruf besser miteinander vereinen und wer weniger pendelt, trägt zum Klimaschutz bei. Wir wollen, dass unsere Dörfer keine Schlafdörfer sind, aus denen morgens Autokolonnen in die Städte fahren, sondern wir wollen einen lebendigen ländlichen Raum stärken, wo Menschen einkaufen können, es Treffpunkte im Ort gibt und für Unternehmen eine Zukunft. Mobiles Arbeiten trägt dazu bei und macht auch den ländlichen Raum attraktiver für junge Menschen“, sagte Hessens Umweltministerin Priska Hinz heute bei der digitalen Konferenz zu neuen Arbeitsformen in den ländlichen Räumen. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose betonte im Rahmen seines Impulsvortrags, dass die unter Corona-Bedingungen oft improvisierten Lösungen jetzt konkret gestaltet und verbindlich geklärt werden müssten: „Die Frage, wie mobile Arbeit gut – das heißt, gesund, effektiv und menschengerecht – gestaltet werden kann, ist zukunftsweisend. Denn im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt wird es darauf ankommen, auch an diesen neuen Arbeitsplätzen ein gutes Niveau des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für die Beschäftigten sicherzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass psychische und physische Belastungen auch bei mobiler Arbeit im Homeoffice vermieden werden.“ Das ortsflexible Arbeiten eröffne attraktive Möglichkeiten, bringe aber auch viele Herausforderungen mit sich, so Klose weiter.

Die Konferenz ist Teil des Dialogprozesses, den die Landesregierung im Rahmen des Aktionsplans „Starkes Land – gutes Leben“ angestoßen hat. Ziel ist es, mit Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden, Vereinen, Unternehmen, Kommunalpolitikerinnen und -politikern in den Austausch zu treten, Informationen weiterzugeben und Anregungen für Neues aufzunehmen, um so die ländlichen Räume zu stärken.

Wie die Konferenz anschaulich zeigte, gibt es neben Home-Office und Firmenbüros auf dem Land weitere Arbeitsmodelle, wie zum Beispiel Coworking-Spaces. „Ich halte es für sinnvoll, wenn Unternehmen und Gemeinden sich über diese verschiedenen Möglichkeiten austauschen und innovative Angebote schaffen. Arbeitgeber können damit die Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhöhen und Neue gewinnen, da weite Arbeitswege entfallen. Die Kommune kann die Attraktivität ihres Dorfes steigern, denn neue Arbeitsorte im Ort sind häufig nicht nur Arbeitsplätze: Es kommt ein Café oder ein Kulturtreffpunkt hinzu, häufig werden dafür alte leerstehende Häuser saniert. Projekte von Kommunen können wir mit Fördermitteln aus der Regionalentwicklung finanziell unterstützen“, erklärte Ministerin Hinz.

Susanne Dähner vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung bestätigte, dass innovative Arbeitsformen zu einer neuen Wertschöpfung in den ländlichen Räumen führen können und empfahl Kommunen und Verwaltungen, Neues auszuprobieren und zum Beispiel zunächst mit temporärer Angebote für mobiles Arbeiten zu beginnen. Jonathan Linker, Gründer der Inititative HOMEberger, berichtete von seinen Erfahrungen mit Coworking-Spaces, dass diese Quelle täglicher Kreativität sein können und das soziale Miteinander die Arbeitszufriedenheit erhöhen. In der anschließenden Diskussion, an der auch Marion Frohnapfel, Bürgermeisterin der Gemeinde Nüsttal und als Arbeitgebervertreter Karim Ben Sliman von der R+V Allgemeine Versicherung AG teilnahmen, sprachen sich alle dafür aus, die Erfahrungen der vergangenen Monate zu nutzen, um die Vision einer neuen Arbeitswelt zu konkretisieren. „Derzeit arbeiten sehr viele Menschen im Homeoffice. Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen erkennen viele Vorteile, aber auch Nachteile. Wir wollen aus diesen Erfahrungen lernen und gemeinsam Möglichkeiten erarbeiten, damit mobiles Arbeiten für alle ein Gewinn ist: Für Beschäftige, die Unternehmen, die ländlichen Gemeinden und die Umwelt. Heute war der Auftakt dafür und wir werden im Rahmen von verschiedenen Workshops mit Kommunen, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft in den kommenden Monaten weiterarbeiten“, erklärte Hinz.

Herr Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel stellte passend dazu die Ist-Situation des Homeoffice in Hessen auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse dar und beleuchtete einige zentrale Ansatzpunkte für eine zukünftige, gute Ausgestaltung von Arbeit im Homeoffice. Claudia Flake vom Fachzentrum für systemischen Arbeitsschutz beim Regierungspräsidium Gießen konkretisierte zunächst, welche Belastungen und Ressourcen sich am heimischen Arbeitsplatz ergeben können. Anschließend illustrierte sie an Beispielen aus der Tätigkeit der hessischen Arbeitsschutzbehörde, welche Fragen, aber auch welche best practice Beispiele es in hessischen Betrieben aktuell gibt. Die Perspektive von Frauen im Homeoffice wurde von Judith Kolbe in ihrer Funktion als Fachdienstleitung des Büros für Frauen und Chancengleichheit des Kreises Groß-Gerau aufgegriffen. Sie wies – für die Situation der Corona-Pandemie – auf die besonders hohe Belastung Alleinerziehender hin und unterstrich, dass die Inanspruchnahme von Homeoffice nicht dazu führen darf, tradierte Rollen und Familienpflichten zu verfestigen.

Weiter Informationen finden Sie unter www.land-hat-zukunft.de

 

30 Apr

LAND UNTERSTÜTZT BEI DISKUSSIONSPROZESSEN IN DORFGEMEINSCHAFTEN

Das Förderprogramm Dorfmoderation gibt den Kommunen im ländlichen Raum die Möglichkeit, die verschiedenen Bereiche des dörflichen Lebens gezielt nach möglichen Verbesserungen unter die Lupe zu nehmen. Besonders wichtig ist hierbei der Blick der Bürgerinnen und Bürger auf ihr Dorf, denn sie wissen am besten, was vor Ort benötigt wird. Gemeinsam mit ihnen sollen ortsspezifische Herausforderungen erkannt und zukunftsorientierte Lösungen entwickelt werden.

Eine professionelle Moderation von Diskussionsprozessen und externe Beratung kann den Gemeinden dabei helfen, für ihre Herausforderungen sachgerechte Lösungsansätze zu entwickeln und gleichzeitig die Dorfgemeinschaft zu stärken.

Thematisch ist das Programm breit aufgestellt und bietet den Kommunen viel Spielraum – von der Einrichtung „Runder Tische“ zur Zukunftsfähigkeit der Kommune über die Erarbeitung von kleinen und großen Strategien bis hin zur Aufarbeitung konkreter Fragestellungen zu Versorgung, Integration, Mobilität oder Ehrenamt. So können zum Beispiel Angebote für junge Familien und auch für die zunehmend wachsende ältere Bevölkerung entwickelt und Ideen für soziale Treffpunkte im Ort entstehen. Weiterlesen

09 Mrz

Förderung von Ladeinfrastruktur 2021/2022

Das hessische Förderangebot für den Aufbau von Ladeinfrastruktur geht in die nächste Runde: Das Hessische Wirtschaftsministerium stellt Unternehmen und Kommunen rund 7 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.
Hessen forciert die Umstellung auf die Elektromobilität. Ein wesentliches Hindernis stellt dabei die noch unzureichende Ladeinfrastruktur dar. Für Nutzer und Nutzerinnen von Elektrofahrzeugen ist das Laden am Arbeitsplatz und an öffentlich zugänglichen Parkplätzen attraktiv, weil sie nicht alle zu Hause über eine entsprechende Ladeinfrastruktur verfügen. Daher erfolgt nun ein Förderaufruf zum Arbeitgeberladen, erweitert um bedarfsgerechte Anwendungsfälle im öffentlichen Raum.  Antragsberechtigt sind alle Unternehmen und Organisationen mit Sitz oder Betriebstätte in Hessen, sonstige juristische Personen, die in Hessen Mitarbeiterparkplätze oder öffentlich zugängliche Parkplätze unterhalten oder öffentlich zugängliche Flächen für Ladeinfrastruktur entwickeln, sowie Kommunen und kommunale Unternehmen mit einem attraktiven Ladeinfrastruktur-Konzept.

Art und Umfang der Förderung

Die Zuwendung erfolgt als anteiliger Zuschuss von bis zu 40 % der Investitionskosten. Es können sowohl Normal- als auch Schnelladesäulen und Wallboxen auf dem eigenen Betriebsgelände sowie an besonders frequentierten Orten im öffentlichen Raum errichtet werden. Neben der Ladeinfrastruktur sind auch Erdarbeiten und die notwendigen Planungsleistungen für den elektrischen Anschluss und die Installation förderfähig. Hierfür beträgt die Fördersumme höchstens 10.000 Euro pro Ladestandort. Die Höhe der Gesamtausgaben für ein Vorhaben muss mindestens 10.000 Euro und kann maximal 300.000 Euro betragen.
Das Förderangebot wird von der Hessen Agentur im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums als Projektträger betreut. Das Antragsverfahren ist einstufig. Die Einreichfrist endet am 30.04.2021. Es gilt das Eingangsdatum Ihrer postalischen Zusendung. Die Förderung endet spätestens am 31.10.2022. Bis zu diesem Zeitpunkt können projektbezogene Ausgaben anerkannt werden und die Ladeinfrastruktur muss in Betrieb genommen worden sein. Zur Antragstellung nutzen Sie bitte das Förderportal der Innovationsförderung Hessen.

09 Mrz

Hessische Demografie-Preis 2021

Gehören Sie zu den Menschen mit Ideen und Tatkraft? Leben Sie gerne auf dem Land und wollen, dass Ihr Ort auch in Zukunft lebenswert bleibt? Demografischer Wandel ist für Sie kein Schreckgespenst, sondern ein Ansporn?
Dann suchen wir Sie.

Bewerben Sie sich mit ihrem Projekt um den Hessischen Demografie-Preis 2021. Es ist ganz einfach: Im Internet steht ein Bewerbungsbogen bereit, und sollten Sie Rückfragen haben, wir helfen gerne.
Wenn aufgrund der Einschränkungen durch Corona Ihr Projekt im vergangenen und auch in diesem Jahr nicht wie geplant fortgeführt oder weiterentwickelt werden kann, stellt dies kein Ausschlusskriterium dar. Entscheidend ist, dass es vor der Pandemie bereits etabliert war und auch danach mit neuem Schwung vorangetrieben werden wird. Oder kennen Sie jemanden mit einem guten Projekt – dann leiten Sie diese Mail bitte weiter, damit auch derjenige eine Chance erhält, sich um den Hessischen Demografie-Preis zu bewerben.
Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 18. März 2021.

Mit dem Hessischen Demografie-Preis zeichnet die Hessische Staatskanzlei Projekte und Initiativen aus, die mit Phantasie und Mut die Herausforderungen unserer Zeit annehmen und anderen ein gutes Beispiel geben. Wie schon im vergangenen Jahr steht der ländliche Raum im Mittelpunkt. Das Preisgeld beträgt insgesamt 24.000 Euro.
Weitere Informationen und den Online-Bewerbungsbogen finden Sie hier: https://staatskanzlei.hessen.de/initiativen/demografie/auslobung-demografie-preis-2021

09 Mrz

Digitalisierungs-Schub für Hessens Gasthöfe

„Digitale Anwendungen und Angebote sind auch für die Gastronomie wichtig. Zum einen können Restaurants und Hotels auf ansprechenden Internetauftritten Gäste werben, und mit der Möglichkeit von Online-Buchungen erfüllen sie die Wünsche vieler Kundinnen und Kunden. Zum anderen tragen digitale Lösungen dazu bei, Arbeitsabläufe im Betrieb effizienter und kostengünstiger zu organisieren. Gerade für die Gastronomie im ländlichen Raum, vom klassischen Dorfgasthaus bis hin zum Restaurant im Kurhotel, ist die Digitalisierung entscheidend, um langfristig bestehen zu können. Wir wollen diese Gaststätten erhalten, denn sie tragen zu einem lebendigen ländlichem Raum bei. Sie sind Treffpunkte für die Einheimischen und locken gleichzeitig Besucherinnen und Besucher an. Aus diesem Grund hat die Landesregierung im Corona-Sondervermögen 2,5 Millionen Euro für die Beratung von Gastgewerben bei ihrer Digitalisierung bereit“, sagte Umweltministerin Priska Hinz. Weiterlesen

02 Feb

Aktuelle Zwischeninformation zum Regionalbudget 2021

Auch in diesem Jahr soll laut dem zuständigen Ministerium wieder ein „Regionalbudget“ für die Region Limburg-Weilburg zur Verfügung stehen. Verbindliche Aussagen zur möglichen Höhe des Budgets können vermutlich erst in der zweiten Februarhälfte getroffen werden. Wir gehen momentan davon aus, einen Betrag in Höhe von rd. 30.000,00 bis 50.000,00 € zur Verfügung gestellt zu bekommen. Weitere Informationen erhalten potentielle Antragsteller bei ihrer Gemeinde oder auf dieser Internetseite.

18 Sep

Euro 500.000,- für Neu- und Ausbau einer Landarztpraxis in Elbtal

Die „frisch gebackene“ Ärztin Dr. Isabell Mastall hat nach bestandener Prüfung schon wieder Grund zur Freude, denn am 17.09.2020 überreichten ihr Landrat Michael Köberle und der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer den erhofften Förderbescheid für den geplanten Neubau einer Landarztpraxis. Zu den geplanten Gesamtkosten in Höhe von 1.557.217,- Euro gibt es einen Zuschuss in Höhe von 500.000,- Euro. Diese hohe Fördersumme verdankt Frau Dr. Mastall dem glücklichen Umstand, dass Bund und Länder den bisherigen Förderrahmenplan um die Förderziffer 1.5. „GAK“ erweitert haben, unter der nun Fördersummen von bis zu 500.000,- Euro bewilligt werden können.
Obwohl in dieses Projekt keine EU-Fördermittel fließen, wie es bei LEADER-Projekten der Fall ist, erfüllt das Projekt die Auswahlkriterien des Regionalen Entwicklungskonzeptes und lässt sich in die Handlungsfelder der LEADER-Region Limburg-Weilburg einordnen.

Die Bereitschaft junger Ärzte sich im ländlichen Raum niederzulassen sinkt stetig und auch in der Region Limburg-Weilburg wird von den Krankenkassen ein Versorgungsdefizit bestätigt. Mit dem Bau der neuen Praxis soll der medizinischen Unterversorgung und einem Versorgungsengpass im hausärztlichen Bereich auf dem Land entgegen gewirkt werden. Die seit mehr als 40 Jahren bestehende Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin in Dorchheim steht aktuell vor einem Generationenwechsel. Das bisherige Praxisgebäude ist sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Die Sprechzimmer im Obergeschoss sind ohne Fahrstuhl für manche Patienten schlecht zugänglich und auch der Zugang zur Praxis sowie die sanitären Anlagen sind nicht barrierefrei. Damit die Praxis in geeigneten Räumlichkeiten fortgeführt werden kann, plant Frau Dr. Mastall den Neubau einer Arztpraxis im Ortskern. Der neue Standort bietet ausreichend Parkplätze und ist auch mit dem Bus gut zu erreichen.

„Die Schaffung eines zusätzlichen Arztsitzes wird dazu beitragen, diese letzte Lücke im Landkreis Limburg-Weilburg zu schließen und den Fortbestand der allgemeinmedizinischen Praxis zu sichern. Der Neu- und Ausbau der Arztpraxis dient somit der langfristigen Sicherung der medizinischen Grundversorgung in der Gemeinde Elbtal sowie in der Region Limburg-Weilburg“, betonten Landrat Michael Köberle und Kreisbeigeordneter Jörg Sauer.

Bildnachweis: © Kreis-Pressestelle
Der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer übergibt Dr. Isabell Mastall den Förderbescheid (vorne, Mitte). Dazwischen Dr. Heinz Mastall, links daneben Landrat Michael Köberle.

07 Aug

LEADER fördert Regionenmarketing Goldener Grund mit 37.000 €

Die bereits erfolgreiche Zusammenarbeit der Gemeinden Selters, Brechen und Hünfelden beim LEADER-Projekt „Kommunale-App“ ermutigte die Beteiligten zusammen mit Bad Camberg einen weiteren Förderantrag zu stellen.

Am 06.08.2020 überreichte der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer den Förderbescheid für das Projekt „Regionenmarketing Goldener Grund“ an Bürgermeister Hartmann, dessen Gemeinde die Federführung bei diesem Projekt übernommen hat. In diesem Zusammenhang dankte er dem Regionalmanagement und dem Amt für den ländlichen Raum: „Hier wird seit Jahren eine tolle Arbeit geleistet und wie bei diesem Kooperationsprojekt kommt es gerade auch im EU-Förderumfeld auf ein vertrauensvolles und verlässliches Zusammenspiel aller Beteiligten an“.

Helmut Jung, der Vorsitzende des Vereins Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V. gratulierte den vier beteiligten Kommunen. „Es ist nicht einfach alle Forderungen und Wünsche immer unter einen Hut  zu bekommen, aber Förderbescheidübergaben sind die schönen Momente in denen sich jeder Einsatz für den Verein und die Projektträger lohnt“, freute er sich.

Bürgermeister Groos erinnerte an einen Vorbereitungsworkshop zu diesem Projekt, bei dem ein enormer Input von allen beteiligten Kommunen kam. „Man merkt, dass die Chemie zwischen den Akteuren stimmt und jedes Gemeinschaftsprojekt wie die Hospizhilfe, die bereits erwähnte kommunale App und jetzt das Projekt Regionenmarketing immer wieder Zusatzeffekte hervorrufen, die es nicht gäbe wenn jeder für sich alleine hinwurschtelt“.

Das interkommunale Gemeinschaftsprojekt der vier Kommunen hat es sich zum Ziel gesetzt die Region als Marke „Goldener Grund“  nachhaltig zu entwickeln. Neben der Schaffung eines gemeinsamen Leitbildes geht es den Kommunen um die Positionierung als Kneipp-Region, die Darstellung als attraktiven Arbeits- und Lebensraum, die touristische Vermarktung sowie den Ausbau touristischer Angebote.

Die Gesamtkosten in Höhe von fast 60.000,- Euro werden mit 37.495,- Euro aus dem EU-Förderprogramm LEADER bezuschusst. Eine sehr komfortable Förderquote von 75% versetzt die vier Kommunen in die Lage externe Fachleute mit der Entwicklung der „Marke Goldener Grund“ zu beauftragen. Dabei soll es aber nicht nur bei einer Konzepterstellung bleiben. Ein konkreter Maßnahmenplan soll zur Verstetigung der Marke in der Region führen und bereits Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für zukünftige Projektideen beinhalten.

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06 Aug

Ein dicker Fisch für’s Freibad Frickhofen

Euro 141.000,- aus dem LEADER-Förderprogramm

Über das EU-Förderprogramm LEADER hat Bürgermeister Andreas Höfner einen „dicken Fisch“ in Form von Euro 141.120,- Fördermitteln an Land gezogen. Diese Mittel sollen zur Attraktivitätssteigerung des Badeerlebnisses im Freibad Dornburg-Frickhofen eingesetzt werden.
Nach einer Grundsanierung im Jahr 2005 bietet das Bad zwar aktuell eine ca. 900 qm große Beckenlandschaft mit 50-Meter-Bahnen, einer Rutsche und einer Kleinkinderanlage mit Sonnensegel. Das große Manko des Bades ist allerdings, dass das Wasser nicht beheizt werden kann und potenzielle Nutzer lieber weitere Wege zu anderen Bädern in Kauf nehmen als kaltes Badewasser. Dieser Tendenz soll nun mit dem Einbau einer Solarabsorberanlage entgegengewirkt und die Badesaison verlängert werden.
Am 05. August überreichte der Erste Kreisbeigeordnete, Jörg Sauer, den ersehnten Förderbescheid. „Eines der größten Bäder im Kreis setzt damit auch ein tolles Zeichen im Hinblick auf den Klimaschutz, durch die Nutzung von Sonnenenergie für die Beheizung der Poollandschaft“, so der Erste Kreisbeigeordnete. Eine Förderquote von 70% ergibt eine stattliche Entlastung für den Gemeindehaushalt bei Gesamtinvestitionen in Höhe von 239.904,- Euro. Bürgermeister Höfner nahm sichtlich erfreut und nicht ohne Stolz den Förderbescheid entgegen. Sein Dank galt allen Beteiligten, insbesondere dem LEADER-Regionalmanagement, welches zusammen mit dem Amt für den ländlichen Raum alle Projekte bis zur Bewilligung begleitet, dem LEADER-Beirat vom Verein Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V. und natürlich Jörg Sauer für die Überreichung des Förderbescheids. Die coronabedingte Auszeit im Bad soll jetzt für die anstehenden Arbeiten genutzt werden. „Wir hoffen, nach den Umbauarbeiten die Badesaison von April bis September ausdehnen und Einwohnern sowie Touristen eine ansprechende Freizeitmöglichkeit bieten zu können“, so Andreas Höfner. Dieser Ansicht schloss sich auch Helmut Jung, Vorsitzender des Vereins Regionalentwicklung Limburg-Weilburg e.V. an. Er lobte den Mut für diese Investition in die Zukunft, mit der ein großes Plus für die gesamte Bevölkerung verbunden sei. „Viele Bäder schließen, da die hohen Investitions- u. Unterhaltskosten von den Kommunen nicht mehr getragen werden können“ bedauerte Jung „hier haben wir aber ein positives Beispiel dafür, dass auch bei hohem bürokratischem Aufwand in Zusammenhang mit EU-Förderungen, ein Projekt strukturiert und schnell abgewickelt werden kann.“
Bleibt zu hoffen, dass den Badegästen im nächsten Jahr auch über beheiztem Badewasser die Sonne lacht.

Foto: © WFG
v.l.n.r. Helmut Jung, Andreas Leber, Andreas Höfner, Jörg Sauer, Peter Trottmann, Ottmar Baron, Lars Wittmaack, Eckhart Mascus, Birgit Sucke